Mit Geduld und Leidenschaft zum

perfekten Hopfen

 

Überall in der Hallertau sieht man im Frühjahr die Bauern in ihren Hopfengärten beim so genannten „Hopfenandrehen“. Nach dem Hopfenschneiden, Drahteinstecken und Hopfenkreiseln kommt der erste große Schritt - das Andrehen. Das ist eine der anstrengendsten Arbeiten, da sie nicht maschinell, sondern immer noch per Hand ausgeführt werden muss. Auch im Hopfenzentrum Brenner sind zu dieser Zeit rund 20 Arbeiter bei jedem Wetter damit beschäftigt die Hopfentriebe fachmännisch an einen bis zu sieben Meter hohen Draht zu führen.

 

Pro Stock sind es insgesamt zwei Drähte, die als Kletterhilfe für die Triebe dienen - 200.000 Drähte in den gesamten Hopfengärten! Damit sich der Hopfen gut entfalten und reifen kann, wählen die Arbeiter nur die stärksten Triebe aus. So werden pro Draht bis zu drei Triebe rechts herum angelegt, damit sie bis Ende Juni die in Deutschland übliche Gerüsthöhe von sieben Metern erreichen. Die übrigen Pflanzen werden mit der Hand entfernt und später maschinell mit Erde zugeackert. Doch mit dem eigentlichen Andrehen ist die Arbeit noch nicht getan: So muss beständig kontrolliert werden, dass sich die Ranken nicht durch einen starken Wind vom Draht gelöst haben, denn dann muss nachgedreht werden.

Vom Anbau bis zur Ernte

Rechts herum und dann nach oben

Hopfen wird seit Jahrhunderten als Heilmittel verwendet.